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125 Jahre

Die Geschichte einer Bäckerei
im Siebengebirge
Wir, die Bäckerei Blessen, werden in diesem Jahr 125 Jahre.

Das möchten wir mit Ihnen und allen unseren Kunden, Nachbarn und Geschäftsfreunden feiern, weil wir uns natürlich über jeden Anlass für ein Fest freuen.

Aber hier geht es um etwas mehr. Und darauf möchten wir Sie aufmerksam machen.

Als ich die Chronik zusammenstellte, blätterte ich in Unterlagen, Briefen und Fotoalben. Dabei wurde mir noch einmal klar, wie sehr ich die Aufgabe eines Bäckermeisters und seiner Mitarbeiter geändert hat.

Die Arbeit war damals eben - wie das Leben überhaupt - viel härter. Und trotzdem, bei allem Wandel und aller Veränderung ist manches Wichtige bis heute geblieben.

Dazu gehören die vielen Rezepte, die mein Urgroßvater mitgebracht hatte, dazu gehören aber auch die Freude am Handwerk, der Stolz auf unsere Backwaren und darauf, dass wir eine echte Bäckerfamilie geblieben sind.

Die Zeit hat uns viel Gutes gebracht; aber andrerseits haben wir die guten Dinge in all der Zeit gepflegt und von Generation zu Generation überliefert.

Und das ist es, was wir mit Ihnen feiern möchten.

Gute Kollegen
Kollegen

Neben der Inhaberfamilie sind es die Mitarbeiter, die einen Betrieb wie unseren prägen.

Da gibt es in jeder Generation den einen oder anderen, ohne den man sich die Bäckerei Blesgen nicht hätte vorstellen können.

Da war zum Beispiel Karl Schmitz. Weil er immer - auch bei der
Arbeit - pfiff, trug er den Spitznamen „de Fleut“. Für zwei
Generationen gehörter er fast zur Familie.

Anselm Bachen lernte bei uns das Bäckerhandwerk.

Seit fast 30 Jahren ist Edeltrud Thomas aus unserem Unter-
nehmen nicht mehr wegzudenken. Besonders Maria Blesgen
stand sie immer so selbstverständlich zur Seite, als wäre es ihre
Bäckerei.

Bäckermeister Horst Neumann arbeitet seit 1971 bei uns. Er war es auch, der in Frank Blesgen das Interesse für die Konditorei geweckt hat.

125 Jahre Bäckermeister Tradition

Seit nun 4 Generationen backen wir für Sie frisches, herzhaftes Brot aus besten Zutaten.

Wir versprechen Ihnen, dass für unser Brot keine Fertigmischungen zum Einsatz kommen.

Alle unsere Produkte werden nur aus den besten Rohstoffen hergestellt. Traditionelle Rezepte vereinen sich bei uns mit neuer solider Technik.

Wir wollen einen Beitrag leisten zu Ihrer guten und gesunden Ernährung.

Wir werden Sie gut beraten und Sie immer über die Zutaten unserer Backwaren informieren.

Bäckermeister Blesgen
Es Begann 1873 in Ittenbach

Mein Urgroßvater Jakob Blesgen kam am 13. November 1851 in Ittenbach zur Welt. Er war Bäcker und zog als junger Geselle - wie das damals so üblich war - durch das Rheinland.
Während dieser Zeit arbeitete er in so manchem Meisterbetrieb, wo er Neues kennenlernen und sein Wissen vertiefen konnte.
Gut gerüstet mit reichlich Erfahrung und einem Meisterbrief, eröffnete er 1873 in seinem Geburtsort zusammen mit seiner späteren Ehefrau Anna seine Bäckerei.

Anna&Jakob Blesgen
Rezepturen Genau wie vor 125 Jahren

Vieles, was mein Urgroßvater Jakob während seiner Lehr- und Wanderjahre kennengelernt hatte, stellte er nun selber her.
Die besten Rezepturen sind während der letzten 125 Jahre fast unverändert angewendet worden. So backen wie noch heute folgende Gebäcksorten genauso wie mein Urgroßvater vor mehr als 125 Jahren: den Rheinischen Blatz mit und ohne Rosinen, das Weißbrot und die Brötchen, sowie unser Graubrot, Roggenbrot und nicht zuletzt das Schwarzbrot (das Jakob Blesgen Brot).

Die zweite Generation
Elisabeth&Johann Blesgen

Seit 1888 befindet sich die Bäckerei Blesgen in der
Kirchstraße 5, wo ich mit meiner Familie auch wohne.
Wie mein Urgroßvater wurde auch mein Opa, Johann
Blesgen, Bäcker und übernahm nach seinen Lehr- und
Wanderjahren die Bäckerei im Jahre 1923.

Laden

Johann Blesgen galt im Ort als der stets gut gelaunte „Stabil“. Während des Krieges durfte er seinen Lieferwagen behalten, da dieser im Ort für Notfälle bereitzuhalten war. Am 19. Mai 1946 trug er gerade die Kirchenchorfahne bei

der Ittenbacher Hagelprozession, als er für einen „Notfall“ gerufen wurde.

Wagen

Anne Lüneburg, hoch schwanger, musste ins nahegelegene
Oberpleiser Krankenhaus gefahren werden. Noch am gleichen
Tag gebar sie die Zwillinge Dorothee und Ursula. Bärbel Bollig
kam gar auf der Fahrt ins Oberpleiser Krankenhaus in unserem Lieferwagen, einem Opel P4, zur Welt.

Auch nach dem Krieg ließ sich Johann seine gute Laune nicht verderben und sorgte auch bei vielen anderen für etwas Freude, indem er ihnen oft mehr Brot gab, als es die Brotmarken der Kunden zuließen.

Backofen 1933

Besonders schön ist es immer, wenn gute Arbeit bemerkt und gelobt wird. Wir sind schon ein bisschen stolz auf unsere Sammlung von Anerkennung, die wir im Laufe der Zeit bekommen haben. Eine kleine Kuriosität aus unserer Sammlung haben wir abgedruckt.

Mein Vater hätte sich damals darüber ganz besonders gefreut.

Unsere Backstube als Treffpunkt
Maria&Alex Blesgen

Im Jahre 1964 übernahm mein Vater Alex Blesgen die Bäckerei. Er hat mit Hilfe meiner Mutter Maria Blesgen
wie kein anderer vor ihm die Bäckerei entwickelt.

Schon bald nach der Übernahme baute er zunächst einen neuen Backofen und später dann einen völlig neuen, modernen Laden. Zu dieser Zeit, in der sich Ittenbach sehr stark entwickelte, galt die Backstube auch als Treffpunkt für alle aus dem Dorf. Hier wurden Neuigkeiten ausgetauscht, es wurde

Backstube

politisiert und auch mal gesellig beisammengesessen. Dieser Treffpunkt war besonders beliebt im Winter, da die Arbeiter die warme Backstube und das frische Backwerk zu schätzen wussten.

Neue Ideen aus der Schweiz und aus Berlin
Frank Blesgen

Als 1995 mein Vater die Bäckerei an mich übergab, hatte ich mich bereits gut auf die Aufgabe vorbereitet.
Seit ich denken kann, stand es für mich fest, daß ich Bäcker werden würde. Und das bin ich dann auch geworden - mit Leib und Seele.

Ein weiteres großes Interesse galt allerdings auch der Konditorei, und wie schon mein Urgroßvater Jakob Blesgen seine Erfahrungen in der Fremde machten lernte auch ich in manchen Betrieben im Rheinland, in Berlin und auch in der Schweiz die Konditorkunst kennen. Dabei habe ich vieles neues gelernt.
Und das beste habe ich dann - so war es auch beabsichtigt - mit nach Ittenbach gebracht wie zum Beispiel:
Die Frutta Mista, unsere ganz besondere Art, Hochzeitstorten zu gestalten, die leckeren Mousse Törtchen und viele kleine Gebäckspezialitäten.